Politik als Innovationstreiberin

Eine Hitzewelle in Kanada, Mutationen des SARS-CoV-2-Virus, demografischer Wandel sowie fragile Lieferketten – derlei Herausforderungen beschäftigen die Menschen im Sommer 2021. Die Grand Challenges beeinflussen das Heute und das Morgen und wirken sich auf Gesellschaft und Natur aus. Wir müssen uns daher fragen, wie und wovon wir in Zukunft leben wollen. Die internationale Staatengemeinschaft hat darauf eine Antwort gegeben. Die Entwicklung muss nachhaltig sein: »Nachhaltig ist eine Entwicklung der Menschheit, die es der heutigen Generation erlaubt, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Chancen zukünftiger Generationen zu gefährden.«

Eine entscheidende Stellschraube wird eine effektive Innovations- und Technologiepolitik sein.

Diese Herausforderungen sollten uns zum Handeln motivieren. Denn die Zeit drängt! Anders als 1987, als der Brundtland-Bericht vorgelegt wurde, ist Zeit mittlerweile zum kritischen Faktor geworden. Kipppunkte im Klimawandel könnten zu irreversiblen Schäden mit verheerenden Folgen führen. Leider haben solche Erkenntnisse in der Vergangenheit nicht dazu beigetragen, dass früher gehandelt wurde. Zwar hat der »Stern-Report« im Jahr 2006 festgestellt, dass rasche und wirkungsvolle Handlungen wesentlich mehr Vorteile als Kosten mit sich bringen. Dieses Potenzial scheinen wir jedoch kollektiv verschwendet zu haben. Auch wenn Nachhaltigkeit soziale Herausforderungen miteinbezieht, haben diese die Lebensgrundlage nicht derart gefährdet, wie es die Klimakrise nun tut. Erst die Bedrohung der gesamten Weltbevölkerung bewegt uns zum Handeln. Eine entscheidende Stellschraube wird eine effektive Innovations- und Technologiepolitik sein, denn Innovationen gestalten die Welt der Zukunft – und wir gestalten die Innovationen auf dem Weg dorthin.

Vorteile und Spannungsfelder einer nachhaltigen Entwicklung

Nachhaltigkeit sichert unsere Zukunftsfähigkeit in ihren drei Dimensionen. Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet, dass Unternehmen ihren Gewinn unter Aufrechterhaltung der eingesetzten Ressourcen maximieren. Ökologische Nachhaltigkeit ist auf die Erhaltung unserer Lebensgrundlage ausgerichtet. Die soziale Nachhaltigkeit wird leider manchmal vernachlässigt. Dafür sollten wir beispielsweise auch die Zukunft der Arbeit näher untersuchen, denn nachhaltiges Wirtschaften setzt eine nachhaltige Arbeitswelt voraus. Grundsätzlich sichert soziale Nachhaltigkeit also unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und trägt damit zu einer guten Zukunft bei.

Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen sind Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft gefragt. Die verschiedenen Stakeholder haben wiederum unterschiedliche Interessen und Ziele, was zu Konflikten und Spannungen führen kann. Unternehmen wollen Profitmaximierung, Wissenschaft strebt nach Erkenntnisgewinn, Politik nach Macht, und zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse setzen sich für bestimmte Interessen wie den Umweltschutz oder Menschenrechte ein. Zu häufig werden die komplexen Systemzusammenhänge unterminiert, sodass Kosten externalisiert werden und Verantwortung für übergeordnete Ziele diffundiert.

Ich schlage vor, dass wir den Konflikt zwischen der Sicherung von Wohlstand und langfristiger Nachhaltigkeit aufweichen, indem wir ein breiteres Verständnis von Wohlstand verwenden. Die Messung des Wohlstands am Bruttoinlandsprodukt ist umstritten. Alternative Maßstäbe sind zwar noch nicht allgemein akzeptiert, doch Glück scheint ein ernst zu nehmender Indikator zu werden. So zeigt die empirische Glücksforschung, dass »mehr Einkommen ›uns‹ Bürger der Industrienationen schon lange nicht mehr glücklich macht«. Studien belegen außerdem, »dass steigendes Wohlbefinden nur bedingt an wachsenden Ressourcenverbrauch gekoppelt ist«. Es geht darum, mithilfe von Innovationen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und dabei das Glück und Wohlbefinden der Gesellschaft als Bestandteil einer wünschenswerten Zukunft miteinzubeziehen. Dies konkret zu operationalisieren und zu quantifizieren ist eine komplexe Aufgabe.

Technologie und Innovation nachhaltig adaptieren und aktiv nutzen

Einerseits ist es wichtig, Technologien und Innovationen nachhaltig an ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen auszurichten, denn Innovationen sind nicht per se nachhaltig. Bei der Digitalisierung sprechen wir vom Reboundeffekt: Die Digitalisierung spart zwar Papier, aber den Energieverbrauch für den Betrieb großer Datenserver gilt es mitzudenken. Technologie und Innovation können auch sozial nachhaltig gestaltet werden. Die Nutzung neuer Produkte sollte etwa auch für ältere Menschen verständlich sein. Um heutzutage am sozialen Leben teilzuhaben, muss man sich immer besser mit digitalen Produkten auskennen. Ein schönes Beispiel ist das Projekt »Kaffee Digital«, das Kurse zum Aufbau digitaler Basiskompetenzen für die Generation 60 plus anbietet.

Es geht darum, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und dabei das Wohlbefinden der Gesellschaft als Teil einer wünschenswerten Zukunft miteinzubeziehen.

Andererseits können – und müssen – wir Technologie und Innovation aktiv nutzen, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Zum einen als Werkzeug: Für ökologische Nachhaltigkeit sollten vor allem die Emissionen im Industriesektor vermindert werden. Das gelingt allerdings nur, wenn die Emissionen auch in der Produktion großer Industrieanlagen reduziert werden – auch wenn hierfür umfangreiche Investitionen notwendig sind und Risiken durch notwendige Testläufe entstehen. Im sozialen Bereich können wir mithilfe von Technologie und Innovation für menschenwürdige Arbeitsbedingungen sorgen, beispielsweise indem Technologien unsere Unternehmen dabei unterstützen, ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachzukommen.

Zum anderen eröffnen sich durch Technologie und Innovation ungeahnte Möglichkeiten und neue Sichtweisen, um Nachhaltigkeit voranzubringen. Wir können zum Beispiel Big Data und künstliche Intelligenz (KI) gemeinsam mit der menschlichen Bewertungskompetenz nutzen, um die Ursachen des Klimawandels zu untersuchen und potenzielle Abhilfehandlungen zu bewerten. KI kann uns auch dabei helfen, wirksame Medikamente und Impfstoffe zu entwickeln. Die Deep-Mind-KI AlphaFold kann innerhalb von Minuten dreidimensionale Proteinstrukturen, darunter auch von SARS-CoV-2, höchst präzise vorhersagen. Je mehr über die Proteinstruktur eines Erregers bekannt ist, desto schneller können Medikamente entwickelt werden. Gerade im Hinblick auf Mutationen des SARS-CoV-2-Virus ist eine schnelle Analyse der Proteinstruktur essenziell.

Agenda für 2022

  • Nachhaltigkeit ist als gesamtgesellschaftliche Herausforderung integriert und fester Bestandteil von Bildungs- und Aufklärungsinitiativen.
  • Zukunftsfähigkeit ist ein zentrales Ziel des Koalitionsvertrags, der nicht nur auf eine Legislaturperiode ausgelegt ist, sondern langfristig.
  • Initiative »Deutschlands Zielbild 2030« startet als ­gesamtgesellschaftlicher Partizipationsprozess.
  • Stellen für die Organisation ressortübergreifender Zusammenarbeit, für vielfältigen Austausch und ­Partizipation werden eingerichtet.

Wirtschaft als zentraler Akteur

Bei der Entwicklung neuer Technologien und Innovationen ist die Wirtschaft ein zentraler Akteur. Aber sie agiert in einem System mit Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft. Sie überführt Ergebnisse aus der ­Forschung in Wissen, um Innovationen zu entwickeln. Für die Politik gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Dafür muss sie die unternehmerischen Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen verstehen.

Insbesondere die heutigen Grand Challenges erfordern radikale Innovationen.

Erfolgreiche Innovationen zu entwickeln beginnt damit, Suchfelder für neue Ideen zu bestimmen. Die Quellen umfassen das eigene Unternehmen und die eigenen Kompetenzen, Konkurrenzunternehmen, externe Forschungseinrichtungen und die Kunden. Sind die Suchfelder definiert, beginnt die Ideenentwicklung mithilfe verschiedener Kreativitätstechniken. Dabei hat sich in der ­Praxis gezeigt, dass gute Ideen insbesondere in einem offenen Prozess entstehen: Open Innovation bindet externe ­Akteure ein und erweitert damit die Perspektiven und die Wissensbasis. Es gilt also, ein vielfältiges Unternehmensnetzwerk aufzubauen. Insbesondere die heutigen Grand Challenges erfordern radikale Innovationen. ­Diese gelingen vor allem im interdisziplinären Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Mobi.me zeigt, was daraus entstehen kann. Das intelligente System bündelt umfangreiche Informationen für die Nutzenden, um im urbanen Raum mobil zu sein. Über einen einzelnen Authentifizierungsmechanismus erhalten sie Informationen verschiedener Mobilitätsanbieter und können für die Nutzung des Transportmittels über die gewünschte Methode zahlen. Zusätzlich werden Echtzeitinformationen über den damit verbundenen Emissionsausstoß bereitgestellt, was durch eine Verknüpfung zum jeweiligen Energieanbieter erfolgt. Bei dieser Innovation arbeiten Softwareentwickler mit Banken und Finanzdienstleistern sowie Firmen aus dem Mobilitäts- und dem Energiesektor zusammen. Dabei berücksichtigt die Technologie auch den Kundennutzen und bietet mehrere Services an, gebündelt in einer App. Die Protokollierung des Emissionsausstoßes adressiert ein verändertes Bewusstsein der Gesellschaft im Hinblick auf Umweltschutz und ermöglicht klimabewusste Entscheidungen.

Im Austausch verschiedener Disziplinen gilt es, eine gemeinsame Sprache zu finden. Treffen etwa Klimaforscher mit Ingenieuren zusammen, ist das jeweilige Wissen sehr spezifisch und der Wissenstransfer schwierig, sodass wichtige Erkenntnisse möglicherweise verloren gehen. Wie effizient der Wissenstransfer ist, hängt also von den Fähigkeiten und vom Wissen der Akteure, aber auch vom organisationalen und kulturellen Kontext ab. Radikale Innovationen erfordern auch die Implementierung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur: eine Kultur des Wandels, der Technologieoffenheit, der Offenheit für andere ­Perspektiven, eine Kultur des Experimentierens. Dafür braucht es auch eine positive Fehlerkultur. Aus Fehlern können Lerneffekte entstehen und Ideen oder Konzepte verbessert werden. Am Ende stellt sich die Frage, ob eine Idee umsetzbar ist – in wirtschaftlicher, rechtlicher und auch technischer und organisationaler Hinsicht.

Agenda für 2025

  • Die zielgerichtete Innovationsförderung nachhaltiger Technologien und Innovationen zeigt erste Erfolge zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele.
  • Gut ausgebaute Innovationsparks sind global und disziplinübergreifend vernetzt. Etablierte Unternehmen, Start-ups und Wissenschaft arbeiten eng zusammen.
  • Die Innovationskraft Deutschlands steigt. Der Mensch steht bei der Entwicklung neuer Technologien im Fokus, was zu einer insgesamt hohen Technologieakzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit führt.

Rahmenbedingungen und Handlungsempfehlungen für die Politik

Um die Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu bewältigen, scheint es verschiedene Strategien zu geben. Während die Postwachstumsidee den Verzicht als adäquates Mittel propagiert, verlassen sich Libertäre weiterhin auf die unsichtbare Hand des Marktes. Beides erscheint angesichts der sich zuspitzenden Lage nicht zielführend. Ich denke, dass die soziale Marktwirtschaft ein starkes System ist, um die Zukunftsfragen anzugehen.

Weder Verzicht noch die unsichtbare Hand des Marktes erscheinen angesichts der sich zuspitzenden Lage zielführend.

Die Innovationspolitik wird für Kooperationen, Netzwerke und Cluster immer wichtiger. Dies geht mit der immer stärker interdisziplinären und ressortübergreifenden Arbeit einher, die in der Innovationspolitik notwendig ist. Denn welches Instrument die Politik auch nutzt, es gehören verschiedene Akteure an den Tisch. Um hier gezielt vorzugehen, empfehle ich, Stellen einzurichten, die einen Austausch mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen, Branchen und Ressorts organisieren. »Change-Management« wiederum unterstützt dabei, Handlungsfelder und Möglichkeiten für Austausch und Partizipation zu identifizieren. Die Akteure müssen stets frühzeitig eingebunden werden. Beispielsweise ist es wichtig, immer den aktuellen Stand der Forschung und Technologien zu kennen, um etwa entsprechende Infrastruktur und Gesetze auf den Weg zu bringen.

Angebots- und nachfrageorientierte Innovationspolitik

In der angebotsorientierten Innovationspolitik kommt es zunehmend darauf an, Innovationsförderung zielgerichtet zu gestalten. Wo liegen die Bedarfe? Was ist der gesellschaftliche Nutzen? Dabei gilt es, vorhandene Stärken zu erkennen und weiter anzutreiben, radikale Innovationen zu fördern und Pfadabhängigkeiten aufzubrechen. Erfolg kann sich vor allem dann einstellen, wenn Nischen entdeckt sowie regionale Stärken ausgebaut und mit Neuem verknüpft werden. Dafür gilt es, die unterschiedlichen Wirtschaftssektoren bei der Implementierung gesellschaftlicher Ziele miteinzubinden. Außerdem braucht es Mut, um traditionelle Konzepte neu zu denken.

Hier kann die Politik steuern und auch riskante Projekte fördern, wenn sie Lösungspotenzial für gesellschaftliche Ziele bieten. Die Innovationsförderung muss offen für Neues sein. Start-ups sind gute Innovationsquellen, um neuen Trends zu begegnen. Gründungen, die sich der Transformation stellen und Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bereithalten, sind daher zu fördern. Hier können wir noch mehr auf das Wissen aus Forschungsinstituten und Universitäten zurückgreifen. Gerade bei Gründungen sind häufig gute Ideen vorhanden, aber es fehlt wirtschaftliches oder technisches Know-how für die Umsetzung.

Die Politik ist gefragt, interdisziplinäre und ressortübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.

Die nachfrageorientierte Innovationspolitik gibt ein Ziel vor und steuert damit die Richtung künftiger Innovationen. Die Gesetze zur Förderung des Klimaschutzes bieten solch eine Zielvorgabe. Auch bei der Entwicklung von Gesetzen hilft der interdisziplinäre und ressortübergreifende Austausch. Wie hätten wir etwa ohne den Ethikrat Entscheidungen zum Umgang mit COVID-19 im Sinne der gesamten Gesellschaft treffen können? So erfordert die Entwicklung von Klimaschutzgesetzen eben nicht nur die Expertise von Juristen, sondern auch aus der Wissenschaft, wie etwa Klimaforschung, Geologie, Physik und Ingenieurwissenschaft. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen frühzeitig mitgedacht werden, um bereit zu sein, wenn Innovationen da sind.

Die Politik ist gefordert, vermehrt Räume für Austausch, Kollaborationen und Netzwerke zu schaffen. Hierfür gilt es, Wissenschaftsparks einzurichten, auf regionale Stärken im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Herausforderungen zu fokussieren und einen lösungsorientierten Dialog herzustellen. Gleichzeitig helfen global orientierte Plattformen, um Innovationen zusammenzubringen. Der Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg ist ein gutes Beispiel für ein solches Ökosystem, in dem international etablierte Unternehmen auf Start-ups, Forschungsakteure, Fachkräfte und Investoren treffen. Ein weiteres Beispiel ist das ZEISS Innovation Hub @ KIT, das neue Technologien ganz im Sinne von Open Innovation erkundet.

Wachsende Ressource Wissen nutzen

Das Bewusstsein für Klimawandel und Umweltschutz ist in der Gesellschaft stark gestiegen. Es gilt aber, dieses auch für die anderen Grand Challenges wie den demografischen Wandel und die Digitalisierung zu fördern. Wenn das Bewusstsein da ist, treffen auch radikale Neuerungen auf Akzeptanz. Wir müssen das System also als Ganzes betrachten und vermitteln. Die Politik trägt bei den komplexen Herausforderungen unserer Zeit eine besondere Verantwortung. Um Entscheidungen zum Wohle der gesamten Gesellschaft zu treffen, braucht es die Perspektiven aller Stakeholder.

Eines steht im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele und die Gefahr der Ressourcenzerstörung fest: Es gibt eine Ressource, die durch ihre Nutzung wächst – unser Wissen. Also sollten wir es nutzen. Ich plädiere dafür, unser Wissen interdisziplinär und ressortübergreifend auszutauschen und durch Bildung und Weiterbildung generationsübergreifend weiterzugeben.

Agenda für 2030

  • Deutschland wird seiner Vorreiterrolle gerecht. Deutliche Emissionsreduktionen stellen sich ein. Das 1,5-Grad-Ziel ist für Deutschland in realistischer Reichweite.
  • Staatliche Regulierung in der Innovations- und Technologiepolitik ist durch die effektive Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Nachhaltigkeitsbereich immer weniger erforderlich.

Univ.-Prof. Dr. Marion A. ­Weissenberger-Eibl, geb. 1966, leitet das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe und ist Inhaberin des Lehrstuhls für Innovations- und Technologie-Management am Institut für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie arbeitet zu Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wiederholt wurde sie als eine der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Die studierte Bekleidungsingenieurin und Betriebswirtin promovierte und habilitierte sich an der Technischen Universität München.